Das Namensrecht bei der Heirat

Das Namensrecht bei der Hochzeit beschäftigt viele Menschen und doch ist es unkomplizierter, als man sich dies vielleicht denkt. Wenn man vorab darüber informiert ist, was bei dem Namensrecht bei der Hochzeit erlaubt ist und was nicht, wird man sich eher entscheiden können. Daher möchten wir Sie hier gerne etwas über das Namensrecht aufklären.

 Wer darf welchen Namen tragen

Schon bei der Anmeldung auf dem Standesamt wird man nach den Ehenamen gefragt. Dieser wird bei der Trauung aber noch einmal genannt und man könnte ihn in letzter Sekunde noch ändern. Schon die Unterschrift auf dem Standesamt erfolgt mit dem neuen Namen. Man darf schon vor der Trauung üben, mit den neuen Namen zu unterschreiben.

Nicht immer ist es leicht, sich für einen Namen zu entscheiden, um dies leichter zu machen, sollte man alle Namen auf einem Blatt Papier ausprobieren. Man wird so recht schnell doch zu einer Lösung kommen.

Man kann den Namen des Ehepartners annehmen oder aber auch seinen eigenen Namen behalten. Man kann durchaus auch den Doppelnamen nutzen, entweder der Mann oder die Frau. Komischerweise dürfen nicht beide Partner einen Doppelnamen führen.  Und mehr als zwei Nachnamen sind auch nicht erlaubt, dies ist zwar nur selten von Wichtigkeit, aber es muss erwähnt werden!

Welchen Namen tragen die Kinder

Die leiblichen Kinder tragen den Namen, der als Ehename gewählt wird. Wenn man seinen Namen behält, muss man nach spätestens einen Monat nach der Geburt entschieden haben, welchen dieser beiden Namen das Kind tragen soll. Bei einem Doppelnamen trägt das Kind nur den einzelnen Namen. Wenn der Vater also Müller heißt und die Frau einen Doppelnamen nutzt, wird das Kind Müller heißen. Trägt der Mann den Doppelnamen, wird das Kind den Namen der Mutter tragen, also statt Müller dann eben Meyer oder wie die Mutter auch mit Nachnamen heißen mag!

Ist das Kind nicht ehelich, kann es nicht einfach einen anderen Namen erhalten. Hier muss der Vater dann einer Adoption zustimmen! Dies muss nicht unbedingt zur Heirat geschehen, auch später kann das Kind noch den Namen mit Erlaubnis ändern.

Wo ist das Namensrecht geregelt

Das Namensrecht ist im Bürgerlichen Gesetzbuch festgelegt, kurz auch BGB. Aber geregelt wird der Name bei der Hochzeit auf dem Standesamt.

Das freie Namensrecht existiert noch nicht lange

Das freie Namensrecht gibt es noch gar nicht so lange, es existiert erst seit dem Jahre 1991. Schon im Jahre 1896 wurde im BGB festgelegt, dass die Frau den Namen des Mannes anzunehmen hat, aber ab dem Jahre 1957 durfte die Frau ihren Geburtsnamen zumindest per Bindestricht hinter den Namen des Ehemannes hängen. Seit 1976 gibt es schon das Recht, sich einen der beiden Nachnamen auszusuchen. Wenn man keine Einigung fand, hatte der Mann Priorität. Nicht ganz so fair, aber diese Zeiten gehören ja nun der Vergangenheit an.